Eichmann – Wo die Nacht beginnt
Massini – Vontobel – Körber, Kotikova, Lötscher

Ein Name ist besonders verknüpft mit dem Plan, in Europa die jüdische Bevölkerung zu vernichten: Adolf Eichmann. 1960 wurde Eichmann in Argentinien verhaftet und in Israel vor Gericht gestellt. Die politische Theoretikerin Hannah Arendt hat anlässlich dieses 1961 in Jerusalem geführten Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer ihre berühmte Abhandlung Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen verfasst. In seinem neuen Stück schöpft der italienische Dramatiker Stefano Massini aus Gerichtsprotokollen dieser Verhöre, aus der deutschen und jüdischen Geschichtsschreibung und den Essays von Hannah Arendt und schafft daraus einen theatralen Dialog, der so nie stattgefunden hat. "Eichmann – wo die Nacht beginnt" ist ein Bericht darüber, wie ein selbst ernannter «Ingenieur» zur Ausarbeitung eines ebenso minutiösen wie unmenschlichen Planes kommt. Eichmann, das Monster, kommt dabei als erschreckend durchschnittlicher Mann daher. Und genau hier nimmt schliesslich das Böse Gestalt an: in der alltäglichsten und unvermuteten menschlichen Kleinheit.

Fremd

von Stefano Massini

Deutschsprachige Erstaufführung

Bühnen Bern / Weiterspielen Productions

Mit 

Claudius Körber

Lucia Kotikova 

Live-Musik Sebastian Lötscher 

Regie Roger Vontobel Bühne Joanne Klopp Kostüme Anouk Hufschmid Hirschbühl Dramaturgie Julia Fahle Fotos  © Yoshiko Kusano

Deutsch von Sabine Heymann (Originaltitel: Eichmann – dove inizia la notte)


Premiere am 26. März 2025 an den Bühnen Bern (Vidmar)

Eingeladen zum Schweizer Theatertreffen 2026

Aufführungsrechte: Per H. Lauke Verlag


Pressestimmen

Ein Abend, der zu denken gibt. […] Die grosse Leistung von «Eichmann – wo die Nacht beginnt» ist, dass der unerbittliche Erkenntnisdurst Hannah Arendts auf der Bühne lebendig wird. Man kann sich dieses ausdauernde Verstehenwollen zum Vorbild nehmen, wenn es darum geht, über das Böse unserer Tage nachzudenken. 

Der Bund


Dichte, Intensität, Beklemmung.

nachtkritik


Der Berner Inszenierung gelingt es, dem Bösen nachzuspüren, der Denk-Faulheit, deren Ergebnis Gewalt und Mord waren – und immer wieder werden können.

Die deutsche Bühne

Kurzbiografien